Eugen von Hirschfeld

Er war ein, in Halberstadt geborener, preußischer Offizier, der während der napoleonischen Kriege in Deutschland und Spanien berühmt wurde.

Unter Blücher nahm er 1806 an der verlorenen Schlacht bei Auerstedt teil und wurde dabei am Kopf verwundet. Bei der anschließenden Kapitulation entging Hirschfeld der Gefangenschaft und erreichte genesend die Festung Kolberg. Dort schloss er sich dem Freikorps Schill an und bekam den Auftrag, im Halberstädtischen ein eigenes Freikorps aufzustellen. Von Hirschfeld überfiel damit die Transporte der Besatzer, erbeutete bei Landsberg 15.600 Gewehre und versenkte bei Crossen vier Schiffe, die mit Kanonenkugeln und Bomben beladen waren.

In Böhmen schloss er sich der Schwarzen Schar unter dem Herzog Friedrich Wilhelm von Braunschweig an und wurde zum Kommandeur über die Reiterei der Nachhut ernannt.

Als die Schwarze Schar ermüdet in Halle Rast machen wollten, erreichte sie die Meldung, dass verbündete Schillische Reiter von der Hettstedter Bürgerkompanie überfallen worden seien. Der Herzog war darüber so sehr empört, so dass er unverzüglich die Marschbereitschaft herstellen ließ. Schon um 1 Uhr in der Nacht, waren die Schwarzen auf dem Weg nach Hettstedt. Bereits im Morgengrauen hatte man die Stadt erreicht und vor den Toren ein großes Zeltlager aufgebaut. Eugen von Hirschfeld ritt im scharfen Galopp auf den Marktplatz und überbrachte den Stadträten ein Ultimatum. Es wurde gefordert, binnen 24 Stunden die Übeltäter zu ergreifen und auszuliefern, ansonsten würde man Hettstedt in Schutt und Asche legen. Man war verzweifelt, denn die Missetäter hatten bereits die Stadt verlassen und waren bei den Franzosen in Sicherheit. Dass Hettstedt nicht zerstört wurde, hat man nur zwei Mädchen zu verdanken, die demütig vor den Welfenherzog zogen und um Gnade flehten. Die Drahtzieher des Überfalls wurden später von Eugen von Hirschfeld gestellt und überwältigt. Sie würden nie mehr Unheil stiften…

Eugen von Hirschfeld bekam 1810 die Erlaubnis auf dem iberischen Kriegsschauplatz in den Reihen der spanischen Armee den Kampf gegen Napoleon fortzusetzen. Doch ein Jahr später wurde er tödlich verwundet. Zu Lebzeiten war er ein tadelloser Offizier, der seine Heimat liebte. Unermüdlich kämpfte er für die Freiheit und niemals beugte er sich fremden Mächten. Sein Geist lebt fort… Als schwarzer Reiter wird er heute noch im Mansfelder Land gesehen, wenn Unheil droht… Gebt Acht!